Graebener® Hot Forming Pressen erfolgreich in die Serie gestartet

Der deutsche Automobilzulieferer LINDE + WIEMANN hat sich in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Graebener® weiter verstärkt. Gleich zwei neue Warmformlinien sind das Herzstück des neuen Werks in Elstra.

In seinem neuen Werk in Elstra, nahe Dresden, setzt der deutsche Automobilzulieferer LINDE + WIEMANN (L+W) mit der Unterstützung von Graebener® neue Maßstäbe in der internationalen Warmumformung. Gleich zwei neue Warmformlinien mit je einer Graebener® Hot Forming Presse und einer intelligenten Graebener® Zentralsteuerung sind das Herzstück der neuen Fertigung, die im Sommer erfolgreich in die Serie gestartet ist. Rund 52.000 Teile pro Woche werden seither in Elstra umgeformt, darunter Seitenaufprallträger und A-Säulen für einen neuen Mittelklassewagen eines großen US-amerikanischen Automobilherstellers. Im September kam das neue Fahrzeug in der 4. Generation auf den Markt.

Die neuen Maßstäbe setzt L+W insbesondere durch das ACCRA-Verfahren, einer patentierten Sonderanwendung der Warmumformung. Im Gegensatz zur konventionellen Warmumformung kommen im ACCRA-Prozess keine Platinen, sondern rohrförmige Profile als Halbzeuge zum Einsatz. Diese Profile werden während des ACCRA Prozesses in der Graebener® Hot Forming Presse durch mehrere hundert bar mit Druck beaufschlagt, dadurch aufgeweitet, an die Werkzeugkavität angelegt und in einem Prozessschritt abgekühlt, um die Materialeigenschaften entsprechend einzustellen. Die Technologie erlaubt es so, vollständig oder partiell gehärtete, profilartige Komponenten mit beliebigem Querschnitts,- und Konturverlauf herzustellen. Damit ist es möglich, insbesondere die hochbelasteten Komponenten beim Fahrzeugcrash hinsichtlich ihrer Energieaufnahme und Gewicht weiter zu optimieren.

Intelligente Zentralsteuerung für reibungslose Kommunikation

Besondere Verfahren erfordern besondere Maschinentechnik. Deshalb legte L+W sein Vertrauen für die neuen Linien erneut in die Hände von Graebener®. Das familiengeführte Maschinenbauunternehmen hat sich weltweit als Spezialist für Sonderanwendungen etabliert und bereits 2011 eine erste Hot Forming Presse an L+W nach Dillenburg geliefert, dem Hauptsitz des Zulieferers. „Wir pflegen mit Graebener bereits seit vielen Jahren eine sehr gute partnerschaftliche Zusammenarbeit. Die enorme Zuverlässigkeit der Maschinen und die immense Erfahrung, auch in Bezug auf Prototypenlinien und der Zentralsteuerung, haben für uns den entscheidenden Ausschlag gegeben, erneut auf Graebener zu setzen“, sagt Dennis Fuß, Leiter der Warmformtechnologie bei L+W.

Die zwei neuen Graebener® Hot Forming Pressen sind absolut identisch. Jede Presse hat eine Schließkraft von bis zu 1.200 Tonnen und verfügt über neun CNC-geregelte Werkzeugachsen, um der Komplexität des ACCRA-Verfahrens gerecht zu werden. Je zwei Werkzeugwechseltische sichern den schnellen und sicheren Werkzeugwechsel. Die reibungslose Kommunikation zwischen Presse, Hochdruckaggregat, Ofen und der Automatisierung übernimmt die intelligente Zentralsteuerung von Graebener®. Sie ermöglicht auch die übersichtliche Materialverfolgung während des gesamten Prozesses.

Die Großserie der neuen Mittelklasse läuft bei L+W noch etwa sechs Jahre lang.  Die Planungen für das neue Werk in Elstra gehen jedoch weit darüber hinaus.

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